Am Sonntag 24. September: Erst wählen – dann in den Gottesdienst anders

Sonntag, 24. September um 17 Uhr in der Auferstehungskirche.
Männer gestalten der GOTTESDIENSTanders.

Am Wahlsonntag gestaltet der Männerkreis den Gottesdienst anders am Nachmittag in der Auferstehungskirche. Männer und Frauen sind gleichermaßen zu diesem Gottesdienst eingeladen

“Gnade – womit habe ich das verdient?” (1. Korinther 15, 10)
lautet das nicht ganz einfache Thema, dem sich die Männer stellen.
Das ist so ein Ding mit der Gnade.

Für viele von uns ist dieses Ding auch noch recht sperrig. Es geht nicht so einfach runter. Gnade! Was soll ich damit anfangen?
Bedeutet Gnade nicht, frei interpretiert, wohlwollende und unverdiente Zuwendung?
Und zeigt Gnade damit nicht eine Richtung von oben nach unten an? Gnade wird „gewährt“, und zwar vom Mächtigen gegenüber dem Ohnmächtigen, vom Richter gegenüber dem Verurteilten, vom Herrscher gegenüber dem Untertan.
Gnade kann vor Recht gesetzt werden, und der Begnadigte bekommt etwas anderes, als er eigentlich verdient hat. Gnade ist Abhängigkeit. Abhängigkeit, Schuld und Unfreiheit sind Dinge, die Männern (und vielleicht auch Frauen) nicht so gut gefallen. Wir sind nicht gerne von anderen und deren Wohlverhalten abhängig.

Es geht aber auch andersherum – Gnade entlastet. Wie das?
Gnade kann eine Last von den Schultern nehmen. Gnade kann das Weitergehen leichter machen.
Gnade kann befreien.
Damit Gnade das schafft, braucht sie unser Vertrauen.
Loslassen und nicht alles in die eigenen Hände nehmen, könnte ein gnadenreicher, weil entlastender und befreiender erster Schritt sein. Es ist nicht immer leicht, diesen Schritt zu machen.