Buß- und Bettag

Der Buß- und Bettag wird stets am letzten Mittwoch im Kirchenjahr begangen. Er bezieht sich auf keine heilsgeschichtliche, biblische Geschichte.
Seine Ursprünge gehen auf Bußtage im Römischen Reich zurück, an denen man die Götter gnädig stimmen wollte; Eingang in die christliche Kirche fand der Bußtag durch den Einfluss des römischen Rechts in den deutschen Ländern.
Im Mittelalter wurden zu Beginn jeder Jahreszeit “Quatembertage” abgehalten mit Buße und Fasten, man bat Gott um Vergebung und um Hilfe aus der Not. Angesichts von Hunger und Gefahren riefen die Staatsoberhäupter zu weiteren Bußtagen auf.
So wurde 1532 in Straßburg der erste evangelische Buß- und Bettag wegen der Gefahr durch die Türkenkriege gefeiert. Die Bestrebung zu einem einheitlichen Buß- und Bettag gab es seit Mitte des 19. Jahrhunderts, eingeführt wurde er von der evangelischen Kirche erst 1934, doch schon 1939 faktisch wieder eingezogen. Erst seit 1981 ist er in ganz Deutschland Feiertag, allerdings wurde er zugunsten der Pflegeversicherung 1995 als offizieller Feiertag wieder abgeschafft.
Trotzdem laden wir als evangelische Kirche weiterhin zum Buß- und Bettag ein. Dieser Tag soll kein Verharren im Erschrecken über die eigenen “Abgründe” bewirken, sondern Mut zu einem neuen Aufbruch machen.
Bete so, als würde jedes Arbeiten nichts nutzen und arbeite so, als würde jedes Gebet nichts nutzen. (Martin Luther)

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