Evangelische Gemeinde setzt Zeichen mit Lockdown

Die Coronaregeln des Freistaates Bayern verschärfen sich. Analog dazu sagt das evangelische Pfarramt bis auf weiteres alle Sonntagsgottesdienste in den beiden Kirchen, Auferstehungskirche (Töging) und Friedenskirche (Neumarkt – St. Veit) ab. Der Kirchenvorstand will damit ein Zeichen seetzen, wie ernst die Lage ist. Es komme auf jeden Einzelnen an, sich an die neuen Corona-Regeln zu halten, um die Infektionszahlen zu minimieren.

„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“, sagt der evangelische Geistlische Johann-Albrecht Klüter. “War aber wohl notwendig!” Immer wieder werden die Pfarrer und Mitglieder angesprochen, warum es noch Gottesdienste in der Kirche gäbe, wo die Lage doch sehr ernst sei. In einer Video-Konferenz traf sich der Kirchenvorstand.

Einziges Thema des Tagesordnung: „Die Coronalage im Freistaat Bayern und öffentliche Gottesdienste in unserer Gemeinde“.

Das Für und Wider der Sonntagsgottesdienste, zu denen jeder kommen kann, wurde ausführlich diskutiert. Auch die Hygiene-Maßnahmen wie Abstand, Maske und kein Gemeindegesang wurden angesprochen. Mit einem Mehrheitsbeschluß wurde das vorläufige „Ruhenlassen“ der Präsenzgottesdienste beschlossen. Die gesamte Gemeindeleitung stellt sich hinter diese Entscheidung. „Wir Seelsorger sind für alle weiterhin ansprechbar – per Telefon oder e-mail!“ betont der Töginger Pfarrer.

Gleichzeitig wurde aber auch für verstärkte Online-Angebote plädiert: Neben den monatlichen Gottesdiensten aus der leeren Auferstehungskirche auf der Homepage soll es weiterhin wöchentliche Andachten mit Pfarrer Klüter geben. Die Auferstehungskirche in Töging bleibt tagsüber für das persönliche Gebet geöffnet, die Friedenskirche am Sonntag. Weitere begleitende Angebote, wie „Gottesdienst-to-go“ für Feiern zu Hause, soll es auch geben.

„Beerdigungen und Taufen werden weiterhin gehalten“, heißt es in einer Mitteilung des Pfarramtes. Wenn auch unter den neuen Corona-Regeln.