Sich von der Sehnsucht finden lassen …

Einen sehr bewegenden Gottesdienst, von unseren Männern (und Konfirmanden) gestaltet, erlebten wir heute in der Auferstehungskirche.
„Und ob ich schon wanderte…“ (Ps 23,4) –
sich von seiner Sehnsucht finden lassen

Aus unserer eigenen Lebenserfahrung wissen wir selbst, dass es nicht wirklich einfach ist, den eigenen Träume und Sehnsüchten zu folgen.
Sie liegen nicht irgendwo herum, so dass man leicht darüber stolpern könnte. Sehnsüchte sind in uns verborgen. Wenn wir sie nicht suchen, bleiben sie vielleicht ein Leben lang unentdeckt. Wenn wir uns auf die Suche nach ihnen begeben, sollten wir keine Angst haben, sie zu entdecken. Und für den Fall, dass wir sie wirklich entdecken und uns trauen ihnen nachzugehen, haben wir sie noch lange nicht erreicht.
Letztendlich wird die Frage bleiben, ob es überhaupt gelingen kann, die eigenen Sehnsüchte erreichen zu können. Schließlich ist die Sehnsucht zwar ein Teil von uns, doch obwohl sie zu uns gehört, gehört sie uns nicht. So zeigt mir die Sehnsucht ein Stück von mir selbst und lässt mich dennoch nicht über sie verfügen. Auf diese Weise liegt sie eng neben dem Vertrauen. Ohne das Vertrauen bleibt jede Sehnsucht im Verborgenen und umgekehrt.
Von diesem Wechselspiel zwischen Sehnsucht und Vertrauen spricht auch der Psalm 23. Und er sagt uns damit, dass die Sehnsucht einen jeden von uns zum Teil eines großen Ganzen macht. Wenn wir uns
trauen, uns von ihr finden lassen, spüren wir, was der Psalmbeter uns sagt.
(Herzlichen Dank für die Bilder an Sonja Schmidt)

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